Vor einem Jahr nahm ich mir vor jede Woche einen Blog zu veröffentlichen. Immer am Mittwoch um 18:00 Uhr. Ich wollte ursprünglich schlicht von Wissenschaftlern lernen und dieses Wissen kompakt an Sie weiter zu geben. Daraus geworden sind Interviews, Videos, Buchempfehlungen, Podcasts, Gastbeiträge und eine Menge interessanter Bekanntschaften in den Bereichen Theater, Wissenschaft und Persönlichkeitsentwicklung. Diesen Blog heute möchte ich nutzen, um Ihnen eine Liste an die Hand zu geben. Eine Liste auf der steht, was beim Aufbau dieses Blogs gut für mich funktioniert hat, aber auch was schief gelaufen ist. So können Sie aus meinen Fehlern lernen und hoffentlich etwas für den Alltag oder die eigene Blogseite mitnehmen. Viel Vergnügen:

Lektion 1 – Es dauert immer länger als du denkst, es sei denn du denkst nicht

Manchmal habe ich viele Tage gebraucht einen Blog fertig zu stellen. Ich bin dann ein Interview mehrere Male durchgegangen, habe nach den richtigen Formulierungen gesucht und selbst als alles fertig war, war nicht alles fertig. WordPress brauchte ein Update, die Formatierung hat nicht gepasst und ein Blog kam erst am Donnerstag raus, weil die automatische Veröffentlichung gestreikt hat. Es dauerte immer länger, als ich dachte.

Als ich diese alte Benediktinerweisheit bei einem Seminar mit einem Chemieprofessor besprach, sagte er: „Ja, es dauert immer länger als man denkt, selbst wenn man diese Regel in Betracht zieht.“ Doch stimmt das wirklich? Bei meinen Blogs gab es eine Ausnahme. Das war der Blog von letzter Woche. Der war in 20 Minuten fertig. Eigentlich war ein anderer Blog an der Stelle geplant gewesen. Ich entschied mich kurzfristig um, dachte nicht nach und schrieb einfach. Zugegeben, der Blog ist der kürzeste der Bloggeschichte geworden, doch es hat funktioniert

Lektion 2 – Besser fehlerhaft fertig, als perfekt gewollt

Viele Blogideen sind in der Versenkung verschwunden, weil ich sie besser machen wollte. Es hat sich noch nicht fertig angefühlt. Bei manchen Interviews hat ein Stück gefehlt, das es noch runder macht. Bei manchen Texten war kein Bogen zu erkennen. In der Regel kam ich dann nicht weit vorwärts. Am meisten ist tatsächlich passiert, wenn ich einfach gemacht habe, obwohl ich wusste, dass es noch nicht perfekt ist.

Dadurch sind zwei Dinge passiert. Erstens konnte ich mich entspannen, weil etwas fertig geworden war und ich mein Versprechen an mich selbst eingelöst habe und zweitens entdeckte ich die Kraft der Netzwerke. Ich habe mehrfach Post von Lesern oder interessierten Zuhörern bekommen, die auf Fehler im Text hingewiesen haben. Diese Interaktionen haben einen Blog über unsere Mastermind-Gruppe inspiriert. Außerdem schickte es mich in die richtige Richtung, geradewegs zu Lektion 3.

Lektion 3 – Lieber ein Netzwerk als einen Haufen Spinnenweben

Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, was ein gutes Netzwerkt bewirken kann. Ich hatte diese romantische Vorstellung als einsamen Ritter die Bloggerwelt aufzumischen. Das finde ich heute aber weder romantisch noch ritterlich, sondern eher naiv und ein bisschen dämlich. Der erste Push, den dieser Blog erfahren hat, kam von Frederik Malsy. Fred ist als Speaker, Netzwerker und Schauspieler bekannt. Wir stehen öfter zusammen mit dem Ensemble Für Garderobe Keine Haftung im Rhein-Main-Gebiet auf der Bühne. Er erwähnte Neuroblitz® in einem Facebook-Post und ZOOM ging es 200 % rauf mit den Leserzahlen.Ben Hartwig

Das führte zu einem Umdenken in meinem Bloggerdasein und ich hielt Ausschau nach Interviewpartnern, die ebenfalls versuchen die Welt durch ihr Wissen und Wirken positiver zu gestalten. So lernte ich Jonas Schröder kennen, der gerade ein Interview über Neuroblitz® auf seiner Plattform Gedankennahrung veröffentlicht hat. Da Jonas ein super Typ mit einem interessanten Werdegang ist, habe ich ihn ebenfalls interviewt und dieses Interview finden Sie HIER. Weitere Verbindungen zu anderen Bloggern, Wissenschaftlern und Trainern entstehen gerade. Wenn auch Sie Lust auf eine Zusammenarbeit mit Neuroblitz® haben, freue ich mich sehr auf Post.

Lektion 4 – Market Inc.

Jeder verkauft irgendetwas und jeder vermarktet sich irgendwie, schon klar. Doch ist es nicht möglich einfach ein paar Freunden und Bekannten von deiner Idee zu erzählen und dann läuft das Ding schon? Meiner Meinung und Erfahrung nach, eher in den seltensten Fällen.

Mein Blog steht marketingmäßig noch ganz am Anfang. Neulich las ich ein Buch vom Pixar Mitbegründer Ed Catmull. Darin beschreibt er, dass die Pixar-Filme zu Beginn jeder Produktion mit hässlichen Babys vergleichbar sind. Man muss sie schützen, aufpäppeln und entwickeln, bis sie zu schönen, gesunden und erwachsenen Filmen heranreifen. Neuroblitz® ist noch so ein hässliches Baby. Es braucht Leser und Input von außen, um wachsen zu können.

Die meisten Besucher finden den Blog über Google oder Facebook. Ein weiterer Kanal ist die Mund zu Mund Propaganda. So kam es auch, dass ich vor kurzem in einem Podcast-Interview meine Ansichten zum Thema Improvisation und Bühnenpräsenz zum Besten geben durfte. Es ist sicherlich klug viele Kanäle auszuprobieren, um Besucher für die eigene Webseite zu gewinnen. Doch um nachhaltig Menschen von einer Idee zu überzeugen, sollte diese so klar wie möglich formuliert werden. Um was geht es in dem Blog wirklich?

Lektion 5 – Einen Standpunkt einnehmen

Mit Neuroblitz® habe ich mir eine spannende Aufgabe gesetzt. Ich verbinde Improvisationstheater und Wissenschaft zu einer Einheit, um Menschen dabei zu helfen besser zu kommunizieren, zusammen zu arbeiten und zu leben. Das Ganze trägt den Titel „Die Kunst ein bedeutsames Leben zu führen“. Die Krux dabei ist es, dass dies für jeden Leser etwas anderes bedeutet, da jeder Leser ein anderes Leben führt. Die Verführung ist daher groß sich in allgemeinen Aussagen oder schwammigen Formulierungen zu verlieren.

Um nicht in der Masse der Persönlichkeitsentwicklungsgurus unterzugehen und Stammtischweisheiten nachzubeten, braucht es meiner Meinung nach Fakten. Deshalb spreche ich mit Menschen, die Forschung betreiben und arbeite Veröffentlichungen durch, bevor ich daraus berichte. Ich finde, dass jeder gute Blog eine starke Positionierung braucht. Das funktioniert jedoch nur, wenn einen das eigene Thema auch interessiert. Es gibt zahllose Modeblogs, doch die erfolgreichen werden von Leuten gemacht, die für das Thema brennen und auch etwas von Marketing verstehen.

Gewinnspiel

Zum Schluss dieses Blogjubiläums möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken. Als Dank für ein Jahr Leserschaft, verlose ich ein Ticket zu meinem neuen Seminar „STÄRKE DEIN SELBST – Das Seminar“ in Köln im Wert von 89 €. Die Preisfrage lautet: Wie viele Blogeinträge wurden bis heute (11.10.2017) auf Neuroblitz® veröffentlicht? (dieser Blog mitgerechnet)

Schickt die Antworten per Mail an ben@neuroplay.eu. Die Gewinnerin oder der Gewinner werden gelost und am 01.12.2017 benachrichtigt.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Woche,

Dr. Ben Hartwig

Neurobitz® Events

  • Hörbuch Veröffentlichung “Stärke dein Selbst” – 60 Minuten für dich // Anfang November
  • Workshop “Stärke dein Selbst – Resilienz durch Improvisation” // 04. und 05.11.2017 in Köln (AUSVERKAUFT)
  • Seminar “Stärke dein Selbst – Das Seminar” // 10.03.2018 in Köln // Tickets unter ben@neuroplay.eu
Fünf Geistesblitze, um einen besseren Blog zu schreiben
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Ein Gedanke zu „Fünf Geistesblitze, um einen besseren Blog zu schreiben

  • 11. Oktober 2017 um 21:05
    Permalink

    Hallo Ben,

    danke fürs Erwähnen! Liest man unsere Interviews, dann wird glaube ich schnell klar, wo wir uns ergänzen. Und so sehe ich unsere Seiten bzw. Inhalte auch – als gute Ergänzung zueinander.

    Liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin!
    Jonas

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